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Private Equity Flash

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Liebe Leserinnen und Leser,


Wie ist Ihre Stimmung heute? Frühlingshaft beflügelt durch den gestrigen Weltfrauentag samt Feiertag in Berlin? Euphorisch aufgrund des souveränen Viertelfinaleinzugs des FC Bayern in der Champions League gegen Paris St. Germain? Gedämpft durch die weltweiten Konflikte und Krisen, die Zurückhaltung vieler Investoren und die vielerorts vorherrschende Unsicherheit?

Die Stimmungslage und Entwicklungen im deutschen Venture Capital-Markt fasst einmal im Quartal das Dashboard der KfW Research zusammen, das sich auf Fakten und Umfragen stützt und heute veröffentlicht wurde. Demnach hat sich das Geschäftsklima unter Investoren auf dem deutschen Venture Capital-Markt basierend auf den Ergebnissen des German Venture Capital Barometer im Q4 2022 zwar deutlich abgekühlt. Aufgrund der regen Investitionstätigkeit im ersten Halbjahr war das Jahr 2022 für den deutschen VC-Markt jedoch durchaus solide.

Der erneute Stimmungseinbruch unter den deutschen VC-Investoren zum Jahresende und insbesondere die eingetrübten Erwartungen bezüglich Neuinvestitionen lassen keine schnelle Wende bei der Investitionstätigkeit erwarten. Die bei jungen Fondsjahrgängen vorhandenen und durch neue Fonds weiter gestiegenen freien Mittel im Markt sollten aber mittelfristig eine Stütze für die Investitionstätigkeit im Jahr 2023 sein.

Die schwierigeren Marktbedingungen gehen insbesondere zu Lasten späterer Finanzierungsrunden im Scale-up Bereich, der auch darunter leidet, dass die Investitionstätigkeit US-amerikanischer VC-Investoren in Deutschland im Q4 2022 stark unterdurchschnittlich war. Nur noch 18 % des Finanzierungsvolumens kam von US-Investoren. Bei frühen Finanzierungsrunden zeigte sich der deutsche Markt im vergangenen Jahr dagegen sehr resilient. Bei der Seed Finanzierung stieg das Dealvolumen von 939 Mio. EUR im Jahr 2021 auf 1 Mrd. EUR im Jahr 2022. Investoren griffen zuletzt verstärkt Marktchancen auf, die sich durch die anhaltende Energiekrise und die grüne Transformation ergeben, auffallend war dagegen die Zurückhaltung im Bereich Fintech.

Die Zurückhaltung der Investoren ist jedoch kein deutsches Problem. Auf das gesamte Jahr betrachtet gingen die Dealvolumen sowohl diesseits wie auch jenseits des Atlantiks zurück. Eine Ausnahme bildete lediglich der französische VC-Markt. Zu dieser Entwicklung dürften staatliche Förderprogramme wie der „Plan Deeptech“ und die „Tibi Initiative“ beigetragen haben.

Ein positiver Ausblick auf Venture Capital-Investitionen kommt aktuell aus den USA. Eine Umfrage der Investmentgesellschaft Adams Street Partners unter 106 professionellen Investoren hat ergeben, dass die „Private Markets“ widerstandsfähiger sind als ihre Pendants an den Börsen, insbesondere in Zeiten erhöhter kurzfristiger Unsicherheit und Risiken. Neben Private Credit waren die Investoren vor allem für Venture Capital positiv gestimmt: 33 % sehen darin eine große Chance, im Vergleich zu 28 % im Jahr 2022.

Das stimmt auch uns positiv.

Eine angenehme Restwoche wünscht

Mathias Renz
Head of VentureCapital Magazin


News
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